Fundstück, Literatur

12.17 #libraryhaul

Heute bin ich die meiste Zeit allein in der Erwachsenenabteilung „meiner“ Stadtteilbibliothek. Ein Herr mit Hustenanfall zieht sich rücksichtsvoll ins Treppenhaus zurück. Eine gute Idee, denn so erhellt sein Gebölke hochprozentiger Hall, der sich dem berühmten süßen Brei gleich mühelos im ganzen Haus verteilt. Kurz lasse ich mich an einem PC nieder und spiele ASMR-Etüden auf einer Tastatur aus einem früheren Jahrhundert. Ihr wisst schon: Tasten so groß wie Zuckerwürfel. Tasten, die selbst im Zustand der Lethargie ein Klackern von sich geben, als würden sie benutzt, was mich bei meinen nächtlichen Schichten im Funkhaus des MDR vor einigen Jahren schon an Unsichtbare glauben ließ, womit ich bei meiner Auswahl, bzw. Ausbeute von Büchern angelangt wäre…

H. G. Wells: Der Unsichtbare (The invisible man, 1897)
aus dem Englischen von Brigitte Reiffenstein und Alfred Winternitz, Zsolnay, 242 Seiten, 1993
Das perfekte Buch für den Moment…
…wenn du im toten Winkel stehst.

Kat Kaufmann: Superposition ···
Hoffmann und Campe, 269 Seiten, 2015

Simon Strauss: Sieben Nächte
Blumenbar (Aufbau), 138 Seiten zzgl. Glossar, 2017

Han Kang: Die Vegetarierin (채식주의 자, 2007) ···
aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee, Aufbau, 190 Seiten, 2016

Nicholas Müller: Ich bin mal eben wieder tot ···
Knaur, 271 Seiten, 2017

Science-Fiction, Gesellschaft, Männer, Frauen, Angst – Literaturwelten | Foto: Lydia Herms

Science-Fiction, Gesellschaft, Männer, Frauen, Angst – Literaturwelten | Foto: Lydia Herms

Bücher: VÖBB – Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins
··· = (noch) nicht gelesen
= gelesen

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