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Merhaba. Nefisti. Hoşça kal.

Ich bin in Istanbul gewesen, einen Abend, vier Tage und einen Morgen lang. Es ist schön, wieder zuhause zu sein, umgeben von Vertrautem und Liebe, und dennoch ist mein Herz schwer. Die Geschichten, die ich von dort mitgebracht habe, klingen hier, in Berlin so übertrieben, ausgedacht, erlogen. Dabei sind sie alle wahr. So wahr wie einer der für mich schönsten Momente in dieser lauten, vollen und vor (krassen) Widersprüchen strotzenden Stadt: am Bosporus, im Stadtteil Üsküdar, auf der asiatischen Seite mit Blick auf die europäische, in der Sonne, zwischen Türk*innen, die ihre freie Zeit genießen, Çay trinken, Simit knabbern, gucken. Im Wasser: Möwen, Bojen, Schiffe. Ich hatte weder Zeitgefühl, noch Internet. Ich hatte stumpfe Zähne und später einen Sonnenbrand.

Istanbul, März 2018 | Foto: Lydia Herms

Istanbul, März 2018 | Foto: Lydia Herms

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#FBex, Fundstück

Türk mı ? #FBex

01. Okt. 2011

… eben gefunden – mein Abonnement-Beitrag auf Türkisch (glaub‘ ich).  TEXT: Abone olun, evinize gelsin (ohne Audio)

„Almanya’da abonelik sistemi son derece revaçta. Üstelik de uzun yıllardır. Özellikle gazete aboneliğinin uzun bir geçmişi bulunuyor. İsteyen, ücret karşılığında evine servis yaptırabiliyor. Fransızca bir kelime olan aboneliği önce gazeteler başlattı. Amerika’da, 1833 yılında basılmaya başlanan bulvar gazetesi New York Sun, okuyucularına abonelik sistemi ile ulaştırılmıştı. Almanya’da ise ilk gazete 1705 yılında basılmaya başladı. O yıllardan sonra da Almanya adeta bir gazete cenneti haline geldi. […]“

NACHTRAG:

30. Aug. 2011

Freunde der Nacht, ich bin (im) Radio – und war schon kloheulen, wegen Erschöpfung.  Watt solls, Gläser raus, Pulle raus. PLING! TEXT: Bequemes Leben im Abo (ohne Audio)

„Es klingt wie der Traum vom Schlaraffenland: Jeden ersten Dienstag im Monat erhalten Sie ein Schokoladen-Paket von höchster Qualität, gerade soviel, dass Sie sich jeden Abend mit geschlossenen Augen am Kühlschrank stehend genüsslich eine Praline auf der Zunge zergehen lassen können. Dank eines Schokoladen-Abonnements ist das kein Wunschtraum mehr. Sollten Sie nur wenig Freizeit haben und somit nur selten die Zeit für einen ausgiebigen Stadtbummel finden, müssen Sie nicht verzweifeln, denn es gibt kaum noch etwas, das Sie sich nicht schicken lassen können, regelmäßig, im Abonnement. Das ist bequem – keine Rennerei, kein Ausverkauf, keine Warteschlangen an den Kassen. […]“

 

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