Funk, Minusgeld

Plötzlich Shortlist.

Mein Stück „7.500 Euro minus – das war das Limit“ für das Featureformat einhundert bei Deutschlandfunk Nova steht auf der Shortlist des Journalistenpreises der deutschen Wirtschaft 2018, in der Kategorie Innovation / Unterhaltungssendung, in der Beiträge aus Internet, Print, Hörfunk und Fernsehen konkurrieren, wie hier nachzulesen ist. Der Ernst-Schneider-Preis „wird von den Industrie- und Handelskammern vergeben. Er zeichnet journalistische Beiträge aus, die wirtschaftliche Zusammenhänge allgemein verständlich vermitteln und durch Relevanz, Recherche sowie Erzähltechnik herausragen.“, steht da weiter. Das ehrt mich.

Ich freue mich sehr, schon jetzt. Bei der Arbeit an dem gut zwanzig Minuten langen Stück wurde ich von Julia Rosch (Redaktion) und Uwe Breunig (Produktion) begleitet und unterstützt. Es war das zweite Mal, dass ich mit beiden arbeiten durfte. Wieder war es anstrengend und aufregend. Wieder war es bereichernd und schön. Ich zehre noch heute davon. Ich verneige mich – und danke.

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Allgemein, Minusgeld

Parole: Läuft!

Heute ist für mich ein besonderer Tag.

Vor genau einem Jahr war der 15. Juni ein Donnerstag. An diesem Donnerstag stand ich gegen 11:00 Uhr heulend am Ufer der Panke in Berlin-Wedding, dem Stadtteil Berlins, in dem ich lebe, machte dort ein paar larmoyante Winkeschattenfotos, schrieb kryptische Nachrichten an Eingeweihte, nahm Graffiti-Zeilen mit Liebe drin persönlich und riskierte Hopsen. Kurz: Ich konnte es nicht fassen.

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Funk, Minusgeld

Zurück ins Plus nach Plan.

Ich kann nicht mit Geld umgehen. Ich lerne erst jetzt, unterstützt von einer Schuldnerberaterin, bestärkt von Menschen, die mich nicht für mein Unvermögen verurteilen, mein Geld gewissenhaft zusammenzuhalten. Seit mehr als fünf Jahren bin ich nicht mehr im Plus gewesen. Ich hab’ natürlich versucht, da herauszukommen, immer wieder, hab’ viel gearbeitet und mir Urlaube versagt, aber ich hatte weder einen Plan, noch die Hoffnung, die Schulden an die Bank jemals komplett tilgen zu können. Ich resignierte, denn sie wuchsen ja doch. Ich konsumierte wie gewohnt und richtete mich auf ein Leben haarspitzentief im Dispo ein. Abwechselnd träumte ich vom rettenden Bestseller-Vertrag und vom finalen Umzug unter die Brücke. Ich sah mir beim Abkacken zu und wartete auf den erlösenden Knall. Der kam im Juni dieses Jahres.

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